Von Helen Hertzsch – Ob selbstreguliertes Lernen, Schulabsentismus, Mobbing, Migration und Flucht oder Krisennachsorge an Schulen – eine der Hauptaufgaben des Kompetenzzentrum Schulpsychologie ist das Wissensmanagement und der Wissenstransfer. Seit 2012 sorgen wir dafür, dass die baden-württembergischen Schulpsychologinnen und -psychologen mit aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen zu schulpsychologischen Themenfeldern versorgt werden.

Dafür bietet das Kompetenzzentrum eine Reihe von Kommunikations- und Austauschmöglichkeiten: Seit 2013 erscheint ein- bis mehrmals jährlich ein elektronischer Infobrief, der Beiträge aus Wissenschaft und Praxis zu jeweils einem Schwerpunktthema veröffentlicht. Über das Webportal des Kompetenzzentrums sind die Fachbeiträge auch einer breiten interessierten Öffentlichkeit zugänglich. Ein internes Wissensportal stellt den Schulpsychologinnen und -psychologen Materialien aus Arbeitsgruppen, Fortbildungen und Fachtagen zum Download zur Verfügung.

Auch auf Fachtagen mit wissenschaftlichen Vorträgen zu einem schulpsychologisch relevanten Schwerpunktthema können sich Vertreterinnen und Vertretere aus Wissenschaft und Praxis austauschen. Dort präsentieren unter anderem Studierende des Masterstudiengangs Schulpsychologie sowie Promovierende, deren Arbeiten schulpsychologischen Bezug haben, ihre aktuellen Forschungsprojekte. Zielgruppe sind neben den Schulpsychologinnen und-psychologen aus Baden-Württemberg auch Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Studierende der Universität Tübingen.

Das Kompetenzzentrum Schulpsychologie liefert darüber hinaus praxisbezogenen Input für Lehrveranstaltungen des Masterstudiengangs Schulpsychologie, aber auch für andere Studiengänge wie z. B. im Bereich der Empirischen Bildungsforschung.

Durch die Anbindung an das Kultusministerium arbeitet das Kompetenzzentrum direkt an schulbezogenen Themen mit: Ein aktuelles Beispiel ist hier das Thema Prävention und Gesundheitsförderung im neuen Bildungsplan. Das Kompetenzzentrum hat für die zugehörige Leitperspektive Prävention und Gesundheitsförderung unter anderem das Thema Selbstregulation und ihre Bedeutung für (schulisches) Lernen aufbereitet, gemeinsam mit Wissenschaft und Praxis den theoretischen Unterbau geliefert und Materialien für Lehrkräfte erarbeitet.

Bildungspolitische Themen, die die Schulpsychologie betreffen, münden oft in praxisorientierte Projekte. So beschäftigt sich das Kompetenzzentrum aktuell unter anderem mit den Themen Schullaufbahnberatung und sprach- und kulturfaire Diagnostik bei Schülerinnen und Schülern mit Migrations- und Fluchterfahrung.

Um seinen Auftrag gut erfüllen zu können, ist das Kompetenzzentrum dabei auf den Austausch und die Vernetzung mit den Fachbereichen und Institutionen der Universität Tübingen sowie anderen Universitäten und Einrichtungen zwingend angewiesen. Mit dem Arbeitsbereich Schulpsychologie besteht von Beginn an eine enge Verbindung, unter anderem über den Masterstudiengang.

Das Kompetenzzentrum sitzt gemeinsam mit dem Arbeitsbereich Schulpsychologie in der Liebermeisterstraße 6 in Tübingen.

Kontakt: Dr. Helen Hertzsch, helen.hertzsch@uni-tuebingen.de, 07071-2976541

 

Beitragsbild: Berthold Steinhilber

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