Online-Fortbildung: Digitale Medien im Unterricht lernförderlich einsetzen

Auf einen Blick

An wen richtet sich die Online-Fortbildung?
  • Die Online-Fortbildung richtet sich an Lehrerinnen und Lehrer aller Fächer, die an Gymnasien in Baden-Württemberg unterrichten und die daran interessiert sind, ihren Einsatz digitaler Medien im Unterricht gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen zu professionalisieren.
Wann?
  • Die Online-Fortbildung wird von Mai bis Juli 2021 durchgeführt.
  • Die Begleitforschung findet ebenfalls online Ende April, Juli und September 2021 statt.
Wie?
  • Hier können Sie sich für die Online-Fortbildung anmelden.
  • Die Anmeldephase ist am 19.04.2021 beendet.
  • Sie erhalten rechtzeitig vor dem Start der Online-Fortbildung per E-Mail alle relevanten Informationen (z.B. Detaillierter Ablauf, Zugangsdaten).
  • Die Online-Fortbildung wird über die Web Conferencing Software BigBlueButton des Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung (ZSL) angeboten.
Zeitumfang
  • Online-Fortbildung: Insgesamt ca. 20 Stunden verteilt auf drei Monate (Mai bis Juli).
  • Begleitforschung: Insgesamt ca. 3 Stunden zu drei Zeitpunkten (März, Juli, September)
Kosten
  • Die Online-Fortbildung ist kostenlos.
Struktur der Online-Fortbildung (Ablaufplan)
  • Anfang Mai 2021: Kick-Off Event (synchron)
  • Mai bis Juli 2021: Fortbildungsbausteine (z.B. Input- und Selbststudiumsphasen, kollegialer Austausch; asynchron), die pro Woche zeitlich flexibel bearbeitet werden
  • Mitte Juli 2021: Abschlussveranstaltung (synchron)
Worum geht es in der Fortbildung?

In der Online-Fortbildung lernen Sie, Ihren Unterricht so zu gestalten, dass digitale Medien lernwirksam eingesetzt werden. Dafür erhalten Sie aktuelle lehr-lern-theoretische Informationen zum Einsatz digitaler Medien im Unterricht, lernen digitale Tools kennen. Zentrale Elemente sind die kollaborative Zusammenarbeit und der Austausch unter Kolleginnen und Kollegen. So werden Sie aktiv im kollegialen Austausch und iterativ unter Einbezug organisierten Peer-Feedbacks daran arbeiten, Ihre eigene, digitale Unterrichtsstunde zu planen und durchzuführen. Angereichert wird dieser Prozess mit Best-Practice-Beispielen, sodass Sie Schritt für Schritt in die Lage sein werden, verschiedene digitale Tools für den lernförderlichen Einsatz in Ihrem Unterricht zu nutzen. Ein strukturiertes Fortbildungsprogramm wird Sie leiten, welches Ihnen zugleich ausreichend Flexibilität gewährt, damit Sie die Arbeitspakete entsprechend Ihrem Terminkalender bearbeiten können.

Warum sind die Fortbildungsinhalte wichtig?

Der Einsatz digitaler Medien im Unterricht nimmt stetig zu. Denn bildungspolitische Akteure wie die Kultusministerkonferenz fordern – auch unabhängig von der aktuellen Corona-Situation – digitale Medien in der Schule zunehmend ein. Das ist plausibel, denn neben der Sicherung gesellschaftlicher Teilhabe in einer zunehmend digitalisierten Welt, gehen mit dem Einsatz digitaler Medien im Unterricht zahlreiche Potenziale wie beispielsweise die Möglichkeiten zu stärkeren adaptiven, interaktiven und multimedialen Unterrichtssequenzen einher. Digitale Medien aber so einzusetzen, dass sie für die Schülerinnen und Schüler tatsächlich ihr lernwirksames Potenzial entfalten, ist für viele Lehrerinnen und Lehrer herausfordernd. Das ist nicht verwunderlich, denn bisher lassen sich wenige systematische Fortbildungsansätze ausmachen, die den Einsatz digitaler Medien im Unterricht (wissenschaftlich fundiert) aufbereiten. Somit bleiben viele Lehrerinnen und Lehrer bei konkreten Fragen, wie sich digitale Medien im Unterricht sinnvoll einsetzen lassen oder wann sich die Nutzung welcher digitalen Tools überhaupt anbietet, auf sich allein gestellt. Genau hier setzen die Fortbildungsinhalte dieser Online-Fortbildung an. Die Online-Fortbildung ist darauf ausgerichtet, die didaktisch und lehr-lerntheoretisch sinnvolle Implementation digitaler Medien im Unterricht zu fördern. Dabei wird dem Prinzip der Nachhaltigkeit gefolgt: Zum einen indem nicht der vorübergehende Fernunterricht sondern insbesondere der reguläre Einsatz digitaler Medien im Präsenzunterricht in den Blick genommen wird und zum anderen indem aktuelle Erkenntnisse der Lehr-Lern-Forschung bei der Entwicklung der Fortbildung berücksichtigt wurden, um die langfristige Wirksamkeit der Online-Fortbildung abzusichern.

Highlights

Evidenzorientierung:

  • Input zum aktuellen Erkenntnisstand der Lehr-Lernforschung zum Einsatz digitaler Medien im Unterricht.

Praxisorientierung:

  • Planung und Durchführung individuell geplanter Unterrichtsstunden unter Einbezug digitaler Medien (Hands-On)

Bedarfsorientierung:

  • Klare Struktur mit wöchentlichen Arbeitspaketen (ca. 1h pro Woche), die aber zeitlich flexibel passend zum individuellen Terminkalender bearbeitet werden können
  • Viele Möglichkeiten für kollegialen Austausch und Peer-Feedback
  • Positiv-Liste digitaler Tools
  • Best-Practice Beispiele
Lernziele
          • Sie kennen unterschiedliche digitale Tools.
          • Sie sind in der Lage, digitalisierte Unterrichtsstunden basierend auf aktuellen lehr-lern-theoretischen Erkenntnissen zu planen.
          • Sie sind in der Lage, digitalisierte Unterrichtsstunden erfolgreich durchzuführen.
          • Sie sind in der Lage, digitale Tools in Ihrem Unterricht lernwirksam einzusetzen.

Die Schulferien 2021 (Pfingst- und Sommerferien) sind in den Planungen selbstverständlich berücksichtigt. Während der Schulferien sind keine Fortbildungsaktivitäten oder Erhebungen vorgesehen.

Die Online-Fortbildung wird in Kooperation mit dem Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung (ZSL) durchgeführt. Das ZSL stellt Ihnen nach Abschluss der Online-Fortbildung eine Teilnahmebescheinigung aus. Es handelt sich allerdings nicht um eine amtlich anerkannte Fortbildung.

Es wird eine Abschlussveranstaltung der Online-Fortbildung geben, zu der wir alle teilnehmenden Lehrerinnen und Lehrer persönlich einladen. Die Abschlussveranstaltung dient zum einen dazu, die wissenschaftlichen Ergebnisse vorzustellen und zum anderen der persönlichen Vernetzung. Damit soll der Austausch der beteiligten Akteure gestärkt werden. Reisekosten für die Abschlussveranstaltung können zum Teil vom Hector-Institut für Empirische Bildungsforschung übernommen werden.

Dr. Tim Fütterer

Dr. Tim Fütterer studierte Mathematik und Wirtschaft/Politik auf Lehramt, promovierte zur Portfolioarbeit von Lehrerinnen und Lehrern im Vorbereitungsdienst. Seit 2018 ist Tim Fütterer wissenschaftlicher Mitarbeiter am Hector-Institut für Empirische Bildungsforschung der Universität Tübingen. Seine Forschungsinteressen liegen in der Verknüpfung von (Online)Lehrerfortbildungen, Digitalisierung, Unterrichtsqualität und reflexiven Prozessen von Lehrerinnen und Lehrern.

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Dr. Nicolas Hübner

Dr. Nicolas Hübner ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Tübinger Hector-Institut für Empirische Bildungsforschung. Zentrale Inhalte seiner aktuellen Forschung sind die Untersuchung der Implementation und Effekte von Bildungsreformen und weiteren Programmen und Interventionen im Bildungswesen, die Wirkung neuer Curricula, die effektive Gestaltung von Professionalisierungsprozessen für Lehrkräfte sowie die Untersuchung der (differenziellen) Entwicklung von Kompetenzen und der Motivation von Schülerinnen und Schülern, insbesondere in MINT-Fächern.

Prof. Dr. Andreas Lachner

Prof. Dr. Andreas Lachner ist Juniorprofessor für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Lehren und Lernen mit digitalen Medien an der Universität Tübingen. Seine Forschungsschwerpunkte beziehen sich auf motivationale Lernprozesse bei der Nutzung digitaler Medien, die Integration digitaler Medien in fachspezifischen Unterrichtsszenarien, das Lehren und Lernen mit digitalen Medien sowie das Beschreiben zugrundeliegender professioneller Kompetenzen von Lehrerinnen und Lehrer.

Prof. Dr. Katharina Scheiter

Prof. Dr. Katharina Scheiter ist Leiterin der Arbeitsgruppe Multiple Repräsentationen am Leibniz-Institut für Wissensmedien und Professorin für Empirische Lehr-Lernforschung an der Universität Tübingen. Katharina Scheiter untersucht kognitionspsychologische Grundlagen des Lernens aus multiplen Repräsentationen sowie Maßnahmen zur Unterstützung entsprechender Lernprozesse. Ergebnisse dieser Forschung fließen unter anderem in die Gestaltung digitaler Schulbücher und tabletbasierter Anwendungen für den Bildungskontext ein.

Foto: © IWM Tübingen / Paavo Ruch

Prof. Dr. Kathleen Stürmer

Prof. Dr. Kathleen Stürmer ist Inhaberin des Lehrstuhls für Lehr- und Lernarrangements in den Fachdidaktiken. Die Professur ist sowohl am Hector-Institut für Empirische Bildungsforschung als auch an der Tübingen School of Education (TüSE) angesiedelt. Kathleen Stürmer interessiert sich besonders für die Unterrichtseffektivitätsforschung und die Lehrerforschung, wobei ein Schwerpunkt ist, effektive Lehr- und Lernarrangements im Unterricht beim Einsatz digitaler Medien zu identifizieren.

Institut für Erziehungs-
wissenschaft (IfE)

Kontakt

Dr. Tim Fütterer
Universität Tübingen
Hector-Institut für Empirische Bildungsforschung
Europastraße 6
72072 Tübingen
onlinefortbildung@hib.uni-tuebingen.de

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